Donnerstag, 13. September 2007

Unser erstes Haustier

Endlich haben wir es geschafft: Der Kolibri, den Reneé schon am Tag als wir eingezogen sind kurz gesehen hat, kommt uns nun täglich besuchen. Für uns war es schon in Cabo immer faszinierend, diese kleinen Flugkünstler zu beobachten. So haben wir eine Kolibritränke (oder wie auch immer das auf Deutsch heisst) gekauft und zuerst erfolglos Zuckerwasser nach Gutdünken eingefüllt. Da dies irgendwie nicht funktioniert hat, habe ich im Internet recherchiert, um die richtige Mischung herauszufinden. Mit diesem Rezept (1 Teil Zucker, 4 Teile Wasser) hat es dann sofort geklappt, keine Ahnung ob das Glück war oder ob die Kolibris wirklich so "schnäderfrässig" sind.

Dass Kolibris (mit Ausnahmen) die kleinsten existierenden Vögel sind, sie extrem schnell mit den Flügeln schlagen, sie in der Luft am Ort stehen bleiben und sogar rückwärts fliegen können (brauchen sie zum trinken), haben wir gewusst. Dass sie aber auch wie normale Vögel auf der Wäscheleine absitzen war neu für uns. Ich bin immer noch auf der Lauer um richtig gute Fotos zu schiessen, ist aber echt schwierig, denn sie bewegen sich so nervös und die Flügel sind auf den Fotos oft nicht einmal bei einer Verschlusszeit von 1/1000 Sekunde klar erkennbar.







Gute Kolibri Infos und Links unter: http://freenet-homepage.de/jfeldhusen/Kolibris.htm

Dienstag, 11. September 2007

Arbeit, Visum - ein Chrampf

Letzten Freitag gabs eine gute Nachricht für mich: Mir wurde mitgeteilt, dass mein Gesuch für eine Aufenthaltsgenehmigung FM2 (so etwas wie ein Ausländerausweis C in der Schweiz) gutgeheissen wurde. Gleichzeitig musste ich 3142 Pesos abdrücken, was etwas 330 Franken entspricht, also eine ganze Menge! Damit scheine ich aber jetzt endlich in Mexiko auch offiziell willkommen zu sein, solange ich die jährliche Gebühr zahle....

Die ganze Visum-Geschichte hat schon Ende Juli begonnen, als sie mir in Siemens einen Job offeriert haben. Wie es eigentlich üblich sein sollten, waren sie mir auch dabei behilflich, mein Visum etc. zu beschaffen und so habe ich Anfangs August (mit einem komischen Gefühl im Bauch) die Originale meines Pass, Uni-Dilpoms, Geburtsurkunde etc. nach Mexiko City geschickt. Obschon ich die Leute bei Siemens in Mexiko City und deren externe Anwältin (Leti González) mehrmals darauf aufmerksam gemacht habe, dass mein Touristenvisum Mitte August ablaufen würde und Sie mein Visumgesuch umbedingt vorher einreichen müssten, haben Sie es doch tatsächlich geschafft, diesen Termin zu verpennen und schwupps war ich ein illegaler Aufenthalter in Mexiko. Neben dem Lohn, der schlussendlich einiges tiefer lag als Anfangs versprochen, hat mich diese Inkompetenz zum Schluss kommen lassen, dass Siemens halt vielleicht doch nicht die richtige Firma ist. Jedenfalls musste der Chef von Siemens in Querétaro nun also selbst nach Mexiko Stadt reisen, zusammen mit der Anwältin zur "Migración" springen und mein Visum retten. Siemens konnte mein abgelaufenes Turi-visum schlussendlich und nach dem Bezahlen einer Busse verlängern und ich habe meine geliebten Original-Dokumente zurückerhalten
Um weiteren Stress zu vermeiden, habe ich Anfangs September mein Visum selbst erfolgreich beantragt, was hier in der "Provinz" Querétaro so einfach ist, dass es mir ein Rätsel bleibt, wie eine darauf spezialisierte und von Siemens ausgewählte Anwältin dies nicht geschafft hat. Jedenfalls kann ich in 2 Wochen, wenn die Aufenthaltbewilligung nicht nur bezahlt ist, sondern ich sie auch in meinen Händen habe, erneut mit der Jobsuche beginnen, denn alle Firmen verlangen von mit immer mein Visum und waren meist nicht dazu bereit, dieses für mich zu beantragen (gibt es wohl noch mehr Anwälte, die nicht dazu im Stande sind?). Zu arbeiten beginnen werde ich nun frühestens Anfang November, wir haben ja mit der Geburt von .... ein Ereignis vor uns, bei dem ich zu 100% dabei sein will, was doch in den Ferien am besten geht.

Meine Folgerung aus dieser Geschichte: Ich nehm die Sachen doch lieber selbst in die Hand, dann klappts auf Anhieb und erst recht noch schneller und ohne meinen Pass in der Weltgeschickte rumschicken zu müssen.

Dienstag, 4. September 2007

Kino-Tip: "Mr. Brooks"

Reneé und ich waren gestern im Kino (kostet je nach Tageszeit zwischen 5 und 10 Franken für beide) und haben den Film "Mr. Brooks" geschaut. Ich habe keine Ahnung, ob amerikanische Filme in der Schweiz früher oder später als in Mexiko gezeigt werden, aber ich kann den Film sehr empfehlen, auch wenn ihn verschiedene Kritiker "zerrissen" haben. Trailer in english:



Das Kino in Mexiko macht echt Spass: nur Multiplex (unser Standard-Kino hat 12 Kinos), es laufen den ganzen Tag Filme, es ist super modern, die Getränke sind bis zu 1.5 Liter gross, das Popcorn (oder die Popcorn, die Popcorns?) ist ausgezeichnet und riesig, es ist günstig - halt echt ami-like, die haben auch Gutes!

Übrigens ist gerade ein neuer Mexikanischer Film erscheinen: "El Búfalo de la Noche". Einfach als Hinweis für die Kulturinteressierten, ich habe ihn noch nicht gesehen, aber der Autor und einer der Hauptdarsteller (Diego Luna) sind echt bekannt.