Letzten Freitag gabs eine gute Nachricht für mich: Mir wurde mitgeteilt, dass mein Gesuch für eine Aufenthaltsgenehmigung FM2 (so etwas wie ein Ausländerausweis C in der Schweiz) gutgeheissen wurde. Gleichzeitig musste ich 3142 Pesos abdrücken, was etwas 330 Franken entspricht, also eine ganze Menge! Damit scheine ich aber jetzt endlich in Mexiko auch offiziell willkommen zu sein, solange ich die jährliche Gebühr zahle....
Die ganze Visum-Geschichte hat schon Ende Juli begonnen, als sie mir in Siemens einen Job offeriert haben. Wie es eigentlich üblich sein sollten, waren sie mir auch dabei behilflich, mein Visum etc. zu beschaffen und so habe ich Anfangs August (mit einem komischen Gefühl im Bauch) die Originale meines Pass, Uni-Dilpoms, Geburtsurkunde etc. nach Mexiko City geschickt. Obschon ich die Leute bei Siemens in Mexiko City und deren externe Anwältin (Leti González) mehrmals darauf aufmerksam gemacht habe, dass mein Touristenvisum Mitte August ablaufen würde und Sie mein Visumgesuch umbedingt vorher einreichen müssten, haben Sie es doch tatsächlich geschafft, diesen Termin zu verpennen und schwupps war ich ein illegaler Aufenthalter in Mexiko. Neben dem Lohn, der schlussendlich einiges tiefer lag als Anfangs versprochen, hat mich diese Inkompetenz zum Schluss kommen lassen, dass Siemens halt vielleicht doch nicht die richtige Firma ist. Jedenfalls musste der Chef von Siemens in Querétaro nun also selbst nach Mexiko Stadt reisen, zusammen mit der Anwältin zur "Migración" springen und mein Visum retten. Siemens konnte mein abgelaufenes Turi-visum schlussendlich und nach dem Bezahlen einer Busse verlängern und ich habe meine geliebten Original-Dokumente zurückerhalten
Um weiteren Stress zu vermeiden, habe ich Anfangs September mein Visum selbst erfolgreich beantragt, was hier in der "Provinz" Querétaro so einfach ist, dass es mir ein Rätsel bleibt, wie eine darauf spezialisierte und von Siemens ausgewählte Anwältin dies nicht geschafft hat. Jedenfalls kann ich in 2 Wochen, wenn die Aufenthaltbewilligung nicht nur bezahlt ist, sondern ich sie auch in meinen Händen habe, erneut mit der Jobsuche beginnen, denn alle Firmen verlangen von mit immer mein Visum und waren meist nicht dazu bereit, dieses für mich zu beantragen (gibt es wohl noch mehr Anwälte, die nicht dazu im Stande sind?). Zu arbeiten beginnen werde ich nun frühestens Anfang November, wir haben ja mit der Geburt von .... ein Ereignis vor uns, bei dem ich zu 100% dabei sein will, was doch in den Ferien am besten geht.
Meine Folgerung aus dieser Geschichte: Ich nehm die Sachen doch lieber selbst in die Hand, dann klappts auf Anhieb und erst recht noch schneller und ohne meinen Pass in der Weltgeschickte rumschicken zu müssen.
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