Montag, 19. November 2007

back to work

Ich musste feststellen, dass ein Blog halt doch eher Einweg-Kommunikation ist und da meine Idee mit der Einbindung der Leserschaft mittels Kommentaren nur schlecht funktioniert hat, nehm ich mir die Zeit, um ein Bisschen von unserem Leben zu schreiben. Vielleicht interessiert es ja auch schlicht niemanden, für mich ist das Blogschreiben aber wie ein Tagebuch und es macht mir eigentlich Spass.

Nach gut 5 Monaten Zügel-, Schwangerschafts- und Vaterschaftsferien hiess es für mich letzten Freitag 16.11.07 morgens aufstehen, frühstücken und zur Arbeit fahren. Ich habe eine Stelle als Berater im Private Banking bei der Bank Santander hier in Querétaro gefunden. Santander - in der Schweiz eher wenig bekannt, aber eine der grössten Banken Europas und weltweit in den Top 10 - hat eine sehr starke Position hier in Mexiko und in ganz Lateinamerika. Das Private Banking ist hier im Gegensatz zur Schweiz noch etwas sehr exklusives und dies macht meinen Job noch viel interessanter, aber auch herausfordernder. Die Ziele und Erwartungen an den "Suizo" sind hoch, die Mentalität kam mir eher amerikanisch vor, im Stil "hire und fire". Die Banken haben in Mexiko in der Arbeitswelt einen besonderen Stellenwert. Sie zahlen überdurchschnittlich gut (allerdings stärker erfolgsabhängig als in der Schweiz), haben super Lohnnebenleistungen (z.B. private Krankenversicherung, 15 Tage Ferien pro Jahr, nur 5 Arbeitstage pro Woche) und auch das soziale Ansehen als Privatebanker ist höher als in der Schweiz, wo man oft so ein "Bänkeler" ist. Das witzige ist, dass Santander die erste Bank war, bei der ich mich gemeldet habe (weil sie am besten gelegen ist, 5 Minuten von uns zu Hause entfernt) und ich mich schliesslich auch aus diesem Grund für sie entschieden habe, obwohl ich mehrere Angebote hatte.

Für Reneé und Ania bedeutet dies, dass der Papi Lukas nun einiges weniger zu Hause ist. Ich hoffe sie können die neuen "Freiheiten" auch ein bisschen geniessen! Es wird sicher für uns alle komisch. Reneé hat sich jetzt fast perfekt vom Kaiserschnitt erholt, Ania geht es gut, auch wenn sie sehr oft speit und erbricht, weshalb wir einige Tests von Ihrem Magen machen lassen müssen, um auszuschliessen, dass es sich um ein ernsthaftes Problem des Magenverschlusses handelt. Wir gehen oft mit ihr raus spazieren, zu Freunden oder auf auf kleine Exkursionen wie zu den "Gigantes de Tula" letzten Samstag. Ihr gefällt es super im Babybjörn oder im Kinderwagen und sie schläft fast die ganze Zeit, wenn wir auswärts sind.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

wünsch dir viel erfolg!