Sonntag, 2. November 2008

Der Hausbau beginnt

Der Blog wurde nicht etwa vernachlässigt, da ich nichts mehr zu schreiben habe, sondern wir haben mit Ania, der Schwangerschaft, dem neuen Job, dem Bau etc. einfach wahnsinnig viel um die Ohren. Am Samstag 18. Oktober hat unser neustes Abenteuer so richtig begonnen: SPATENSTICH zum Bau unsere Hauses (respektive zementieren der ersten Stützmauer)



In der ersten Mauer wird dabei traditionellerweise auch gerade richtig "Geld verlocht". Unter die erste Mauer wird nämlich ein Säckchen mit ein paar Münzen eingemauert, das soll dafür sorgen, dass in diesem Haus das Geld nie fehlen wird - hoffentlich stimmts.....

Wenn das Haus fertig ist, soll es dann etwas so dastehen (die ersten/letzten Änderungen wurden schon vorgenommen):

Die vollständigen Pläne habe ich schon an einige Interessierte verschickt, wenn es noch mehr "Gwundernasen" oder Architekten hat, die sich für mexikanische Plan-/Bautechniken interessieren, geb ich sie gerne per Mail durch.

Mittlerweile sind sie schon zwei Wochen am Bauen und der Fortschritt ist gewaltig - muss er auch sein, dann das Haus soll Mitte Januar fertig sein. Obwohl das Haus am Hang steht, das Dach auf 12m über der Strasse aufhört und es kaum Platz hat, fehlt der in der Schweiz obligate Kran und die armen Arbeiten schlappen Kessel mit Zement, Arnierungeisen, Backsteine etc. alles auf dem Rücken an seinen Platz, die Baustelle wäre ein echter Horror für die SUVA!





Es gibt viele Geschichten zum Bau zu erzählen, zum Beispiel von unserem "muchacho", der den Bau bewacht. Nachdem er nächtelang auf dem Boden und ohne Dach über dem Kopf auf unserer Baustelle übernachtet hat, um Diebstähle zu vermeiden, hat es Reneé nicht mehr ausgehalten und dem Architekt den Auftrag gegeben, ihm wenigsten eine Plastikplache zu kaufen, damit er mindestens etwas vor der Kälte geschützt ist.... Da wird einem wieder bewusst, dass es für viele Menschen in Mexiko keine Selbstverständlichkeit ist, ein Dach über dem Kopf und jeden Tag etwas zu Essen zu haben, geschweige denn ein Haus wie unseres zu bauen.

Donnerstag, 31. Juli 2008

30 Jahre Lukas

Als erstes möchte ich mich bei allen Lesern bedanken, die mir Glückwünsche zum 30igsten Geburtstag zukommen liessen. Ich habe an meinem Geburtstag von einem meiner Ferientage Gebrauch gemacht, die ich ja laut Arbeitsvertrag gar noch nicht hätte, mir mein Chef aber aus Goodwill zugestanden hat. Mein Wunsch an Reneé war kein Geschenk (habe ich dann trotzdem erhalten), sondern eine Überraschung, aber keine Überraschungsparty.

Der Tag begann wie schon lange nicht mehr, ich durfte ausschlafen! Ich bin es mir aber mittlerweile so gewöhnt früh aufzustehen, dass ich gar nicht mehr ausschlafen konnte... Danach gabs leckeres Frühstück, in „salsa roja“ gebadete Spiegeleier auf Schinken und einem Toast. Das erste Highlight war der Besuch beim Ultraschall-Spezialist, den uns Reneé’s Frauenarzt verschrieben hatte, da dieser einen besseren Ultraschall-Apparat hat. Die Qualität und Schärfe der Bilder waren einmalig, mittlerweile hat das Baby richtig Form angenommen und es bewegte sich auf und ab. Leider kamen die Fotos nicht so gut raus und das Geschlecht unseres Babys (7.5cm lang) liess sich noch nicht erkennen.

Danach gingen wir ins Shoppingzenter, das Geburtstagsgeschenk meiner Eltern auslesen. Anstelle der Fussballschuhe habe ich mir dann aber Joggingschuhe „schenken lassen“, es war gerade Sommer-Ausverkauf und es gab 50% Rabatt. Mit diesen top Laufschuhen werde ich das nächste 10K-Rennen sicher 5 Minuten schneller laufen.... Um die Zeit zu zweit geniessen zu können, haben wir Ania bei den Grosseltern abgeliefert und sind dann in die Plaza Nautica, einem Steg voller Restaurants an einem kleinen Stausee, nachtessen gegangen. Bis wir wegen des kühlen Winds fast eingefroren sind, haben wir das Nachtessen, die Margaritas mit Gurkensaft, die frische Luft und das Beisammensein genossen, danach die erste Nacht ohne Ania im Haus. Es war definitiv ein schöner und gemütlicher Geburtstag, das eigentliche Highlight folgte aber dann am Wochenende.

Während ich am Samstagmorgen auf Ania aufgepasst habe, hat Reneé alles Notwendige für die eigentliche Überraschung gepackt. Schnell wurde mir klar, dass es sich bei der Überraschung wohl um einen Wochenendtrip handeln würde, wir haben den (sehr geräumigen) Kofferraum unsers Vans kurzerhand mit Gepäck gefüllt. Nach 2 Stunden Fahrt (1 davon nach dem Weg fragend) sind wir dann im Hotel „La Muralla angekommen. Begrüsst wurden wir von einer Gruppo „revolucionarios“. Da es sich um einen Hotel mit dem Thema der Mexikansichen Revolution handelt und alles darauf ausgerichtet ist, wurden wir auch kurzerhand umgetauft (Lukas=Teodomiro, Reneé=Macaria, Ania=Hugolina). Neben Tours in und um das Hotel (zu Beginn „Hacienda“/Ranch einer Französischen Familie, dann Quartier der Revolutionäre, dann Psychi, dann Schule, heute Hotel) gabs Räubergeschichten aus der Revolutionszeit, Lagerfeuer, Wettbewerbe am Pool, Reitausflüge etc. Obwohl das Essen ziemlich übel war, haben wir die zwei Tage voll genossen, Ania hat vor allem das „Gigampfi“ und das Reiten gefallen (obwohl sie dabei in meinen Armen eingeschlafen ist), für uns war die Ruhe in der Mexikansichen Pampa gerade recht gekommen. Hier noch einige Eindrücke:







Merci Reneé für diese 3 schönen Tage!

Sonntag, 6. Juli 2008

Carrera Imagen Banamex

Ich habs geschafft! Heute Sonntag Morgen bin ich seit den Sponsorenläufen mit dem Unihockey und dem Derendinger Abendlauf vor Jahrzehnten erstmals wieder ein Rennen gelaufen. Angemeldet hatte ich mich zusammen mit einigen Arbeitskollegen vor einer Woche (Banamex hatte als Hauptsponsor ein paar Startplätze zu vergeben), trainiert 1 Mal letzten Mittwoch Morgen (25 Minuten). Am Samstag musste ich Startnummer und Zeitchip fassen und heute Morgen um 8:00 Uhr in der Früh startbereit sein. Ich ging das Rennen als absolut Letzter an (einer unserer Laufkollegen war noch auf dem WC..) und habe mich dann immer weiter nach vorne gearbeitet. Es war ein richtiges Erlebnis, inmitten von 1500 anderen Läufern Querétaro einmal anderes als mit dem Auto zu erleben. Start und Ziel waren mitten in der Altstadt, die Laufrute führte uns über 10 Kilometer rund herum uns Zentrum von Querétaro, mit einem kurzen (aber heftigem) Anstieg zum "Tanque". Die Ortskundigen können sich auf dem Stadtplan orientieren:



Trotz fehlendem Training habe ich mich super gefühlt und bin nie an meine physischen Grenzen gestossen. Mit einem regelmässigen Rythmus und einen Schlussspurt im 10. Kilometer habe ich es vom letzten Platz aus unter die besten 50% geschafft, Rang 617 schaute heraus, hätte auch mehr dringelegen, aber mein Ziel war 1. durchzukommen, 2. immer zu laufen, 3. unter einer Stunde im Ziel zu sein. Die Details zu meiner Leistung (Kilometerschnitt, weitere Zielfotos etc.) gibts auf diesem Link, einfach nach Zeit 0:54:32 suchen.



Unterstützt wurde ich von der ganzen Familie Romero, inkl. Tante, Cousin und Grossmutter und natürlich von Reneé, Ania und dem weiteren Nachwuchs. Mit so einer Motivation im Rücken läuft es sich einfach leichter!

Sonntag, 11. Mai 2008

Die ersten Zähne

Endlich haben wir es geschafft, dass sich Ania ruhig hielt und wir ihre 2 ersten Zähne fotografieren konnten. Das Durchstossen der Zähne war ein echter "Chrampf" für Ania. Zwar biss sie schon lange auf allem rum, das sie fand, sie hat aber zusätzlich noch damit begonnen, ihren Mund wie verrückt an allem zu reiben. Dann kam das Weinen, sie hat schlecht geschlafen und sogar Fieder hatte sie 3 Mal in der Nacht. Als die beiden ersten Schneidezähne im Unterkiefer dann endgültig herausstiessen, war alles wie im Flug vorbei. Jetzt ist es im Gegenzug richtig schmerzhaft für uns, wenn einem Ania in den Finger beisst. Reneé hat mittlerweile aus demselben Grund mit dem Stillen aufgehört. Ania sieht richtig süss aus mit ihren 2 Zähnchen:



Heute hat unsere Kleine erste Anzeichen für weiteres Zahnen gezeigt. Sie reibt ihren Kiefer wieder wie verrückt an allem, was in die Nähe ihres Mundes kommt, diesmal am liebsten Mamis Kinn...

Montag, 21. April 2008

Ashes and Snow

Wir waren letztes Wochenende wieder mal in México D.F. und haben es diesmal an die vor einiger Zeit beschriebene Foto und Video-Ausstellung von Gregory Colbert geschafft. Ich schreibe bald ein bisschen mehr, es war fantastisch. Zur Einstimmung ein Video:



Eigentlich wollte ich ein paar Details zur Ausstellung veröffentlichen. Da es aber schon wieder eine Weile her ist, erzähl ich euch nur noch kurz, wie wir es geschafft haben, hineinzukommen, ohne studenlang zu warten. Das erste Mal als wir dort waren, war es den Securitas egal, dass wir ein erst wenige Monate altes Baby dabei hatten und wir hätten wie alle anderen stundenlang (das ist nicht übertrieben!) in der Sonne warten müssen, worauf wir wir damals nicht rein gingen. So sind wir dieses Mal noch einen Schritt weiter gegangen und haben zusätzlich Reneé's Grossmutter eingeladen, die im Rollstuhl sitzt. Auf diese Weise gabs zwar immer noch Diskussionen mit den Securitas (Behinderte können ohne warten rein, aber nur mit einer Begleitperson blablabla), aber schlussendlich liessen sie uns an der Menschenschlange vorbei und es hat sich absolut gelohnt, es war eindrucksvoll zu sehen, in welcher Harmonie die Menschen und Tiere fotografiert wurden! Falls die Austellung zufälligerweise Mal in die Nähe der Schweiz kommt, dürft ihr euch das nicht entgehen lassen!

Donnerstag, 17. April 2008

6 Monate Ania

Vor einer Woche hat Ania ihren 6-monatigen Geburtstag gefeiert. Ich könnte einen ganzen Blog über sie füllen, lasse aber für einmal die Bilder sprechen. Reneé hat eine Collage mit einigen Bildern gemacht, die ich euch nicht vorenthalten will (mit einem Klick auf das Bild lässt es sich vergrössern).




Ps. Mittlerweile hat Ania ihr erstes Angebot als Fotomodell erhalten, allerdings für die Promotion eines Hochstuhls zum essen. Da sie noch nicht lange alleine sitzen kann und das Fotoshooting stundenlang gedauert hätte, haben wir dankend abgelehnt. Stolz sind wir trotzdem ;-)

Montag, 14. April 2008

ise32.exe Virus auf dem Compi

So, meine Blog-Pause war lang genug. Sie war bedingt durch den Besuch meiner Eltern und Chrigu aus der Schweiz, dem damit verbundenen Reisen, der Hochzeit/Taufe etc. Über all das schreib ich dann auch mal, sobald es mir mein neuer Job zulässt.

Vorgestern habe ich mir die Fotos der Taufe via USB-Stick vom Compi meiner Schwiegereltern auf meinen geladen. Kurz darauf hat mir meine Firewall gemeldet, dass eine Anwendung mit dem Namen "ise32.exe" via verschiedenste Programme (Firefox, IE, Skype) auf das Internet zugreifen will. Da mir das und vor allem der Speicherort der Anwendung unter c:\recycler ein Bisschen suspekt vorkamen, habe ich mal danach gegoogelt und musste feststellen, dass sich bei mir ein Trojaner eingeschlichen hatte. Dabei handelt sich laut der Seite www.prevx.com um eine Spyware, also einen Virus, der meine Adressbücher, Telefonnummern, Passwörter etc. auspioniert und per Internet weiterschickt. Er wurde erstmals Ende März in Holland entdeckt, übertragen wird er über die Autorun-Funktion von USB-Sticks, der Computer wird also infiziert, sobald ein infizierter USB-Stick angeschlossen wird. Leider hat mein Virenprogramm (Avast, eigentlich eine gute und kostenlose Lösung) diesen Virus nicht erkannt und auch im Internet waren zwar Beschriebe des Virus, aber keine Anleitungen zur Entfernung zu finden. So habe ich mich halt eine ganz Nacht lang damit herumgeschlagen, was ich nun machen kann, um ihn wieder loszuwerden, das Internet konnte ich aber wegen des Virus nicht auf meinem Compi, sondern nur auf dem Ipod touch nutzen, was mit der Zeit auch nicht so benutzerfreundlich war. Schlussendlich kam ich auf die Seite von Virscan.org, wo ersichtlich war, dass gerade 1 von 36 getesteten Virenscannern (Antivir) diesen Virus erkennt und beseitigt.

Der Rest war einfach, aber erneut zeitaufwändig: Auf dem Compi der Schwiegereltern die Sofware von Antivir herunterladen (legal und mit gratis Testlizenz), auf CD brennen (den Weg via USB habe ich diesmal weggelassen, da ihr Computer mit Sicherheit auch infiziert ist) , installieren und 2 mal laufen lassen und damit scheint der Virus definitiv beseitigt zu sein. Die Moral der Geschichte: Passt auf, wo ihr euren Stick überall so reinsteckt, Ansteckungsgefahr gibt es immer.....

Ps. Danke an die Leute von Avira, habt einen guten Job gemacht!

Mittwoch, 12. März 2008

Steuerreformen in Mexiko

Nachdem in der Schweiz die Unternehmenssteuerreform angenommen wurde, nehme ich dies als Anlass, auch mal ein bisschen von den Steuern in Mexiko zu erzählen.

Ich schreibe über dieses Thema, im Bewusstsein, dass ich weder Steuerexperte bin, noch Anspruch auf Richtigkeit meiner Angaben erhebe.

Auf Anfang dieses Jahres wurden in Mexiko nach langem Streit im Parlament eine umfassende Steuerreform (teilweise) eingeführt.

1. IETU (Impuesto Empresarial a Tasa Única, deutsch: Unternehmenssteuer zu einem einheitlichen Satz): Bisher war es in Mexiko für Unternehmen recht einfach, die (steuerlich massgebenden) Gewinne durch verschiedenste Abzüge zu „optimieren“ und so massiv Steuern zu sparen. Mit dieser neuen Steuer - die nur zur Anwendung kommt, sofern sie höher ausfällt als die bisherige Steuer auf den Gewinn (ISR) – werden die Aktiva der Firma besteuert (Flat-Tax zu Steuersatz von 16.5%), ohne die Möglichkeit wie bei bisher Löhne, Abschreibungen etc. abzuziehen.

2. IDE (Impuesto a los Depósitos en Efectivo, deutsch: Steuer auf Bareinzahlungen): Diese Steuer ist zwar vorgesehen, aber noch nicht eingeführt. Sie soll dazu dienen, die vielen Personen, welche bisher keine Einkommenssteuern zahlen (z.B. illegal Angestellte oder Selbständigerwerbende, die keine/wenige Rechnungen austellen) zu bestrafen. Dabei werden in Zukunft bei Bareinzahlungen am Bankschalter, deren Summe monatlich grösser als MXN 25'000 ist (ca. CHF 2’500), 2% Quellensteuer abgezogen. Diese Steuer trifft aber nicht nur die wenig vermögende Gesellschaftsschicht, sondern im grossen Stil auch selbständige Ärzte, die riesige Beträge nicht fakturieren und am Fiskus vorbeischleusen. Hier trifft es auch uns Anlageberater, denn Ärzte sind wie in der Schweiz eine sehr lukrative Kundengruppe! Wie der Staat allerdings die Umsetzung kontrollieren will (div. Konti auf verschiedenen Banken) ist mir ein Rätsel.

Daneben wurden auch noch die Anhebung der Mineralölsteuer eingeführt, was wir im eigenen Portemonnaie spüren. Monatlich werden die (staatlich kontrollierten) Benzinpreise um 2 Centavos angehoben. Dieses Geld kommt den Bundesstaaten zu Gute, was aus meiner Sicht begrüssenswert ist. Mindestens hier in Querétaro sieht man, wohin das Geld fliesst (viiiieeeel Infrastruktur).

Uns Angestellten wird dem Lohn die ISR (Impuesto sobre Renta) direkt dem Lohn angezogen, also analog der Quellenbesteuerung bei Ausländern in der Schweiz. Dieser Steuersatz hängt stark vom Einkommen ab und beträgt inklusiv den Sozialversicherungsbeiträgen maximal rund 30%. Mir werden für die ISR 17% direkt dem Lohn abgezwackt, hat allerdings den Vorteil, dass daneben nur noch die Mehrwertsteuer zu entrichten ist (15%). Gestern war in der NZZ zu lesen, dass Mexiko in der OECD zu den Ländern mit der tiefsten Einkommenssteuerbelastung auf dem Durchschnittseinkommen zählt (leider liegt das Durchschnittseinkommen hier so tief, dass ich überhaupt nicht davon profitiere, sondern prozentual sogar höhere Einkommenssteuern zahle, als dies in der Schweiz der Fall war).

Weitere Infos unter:
http://www.bfai.de/fdb-SE,MKT200709218010,Google.html

Freitag, 29. Februar 2008

GOYA (spanisch)

Das Thema GOYA hat mich nach dem Komentar des "puma fan suizo" auf meinen letzten Eintrag nicht mehr losgelassen. So habe ich in meiner Arbeit ein bisschen rumgefragt, was es dann mit dem Goya-Schlachtruf auf sich hat. Die Antworten sind unterschiedlich, gehen aber in die gleiche, amüsante Richtung. Ich zitiere Titino aus Puebla (auf echt Mexikanisch, Übersetung zu mühsam):

"esto es lo que me dijo mi tio:

Se supone que "GOYA" no es mas que un viejo cine medio porno en el cual los de la UNAM le caian para echar desmadre y no entrar a clase... todo mundo que haya pisado alguna vez algún aula de la unam en esos tiempos conoció el famoso Cine GOYA según palabras del tio del titino (algo así como la tia pancha de la BUAP jajaja)

Bueno pues este caon de mi tio me dijo q existia un rumor de que ese grito lo inventó un wey de esos que hacen época en la escuela al que le decian el palillo, que según iba en la prepa 1 si mal no recuerdo, dice que el wey salía gritando por los pasillos GOOOOYAAAA GOOOYAAAA como diciendole a toda la banda que se jalara para el cine goya... el cachun cachun por ahi según me tio lo usaban como un sinonimo de fajarse, caldearse o cachondearse a alguien... de ahi que se prestara mucho el cine goya para ir a echarte unos arrimones con tu domadora.

Entonces cuando este wey salia corriendo GOOOYAAA GOOOYAAA nunca faltaban los finos que empezaban con el CACHUN CACHUN... al igual que cuando en la caravana hacia el Cine Goya se integraba una parejita les gritaban CACHUN CACHUN ante la inminente intencion de ambos personajes por irse a fajar a dicho cine"


Die ganze Puma-Geschichte kann man unter dem ebenfalls äusserst empfehlenswerten (spanischen) Wikipedia-Verarschungslink nachlesen: http://inciclopedia.wikia.com/wiki/Pumas_UNAM.

Goya, Goya, Cachún, Cachún, Ra Ra, Cachún, Cachún, Ra Ra, Goya ¡Universidad!

Montag, 25. Februar 2008

Weekend in Mexiko City

Obwohl Querétaro eine Millionenstadt ist, bleibt es irgendwie Provinz. So sind viele Sachen hier nicht oder nur überteuert erhältlich. Dies und Reneé’s Lust Ihre Cousinen und Freunde wieder mal zu besuchen, hat uns dazu veranlasst, ein Wochenende in México D.F. (Distrito Federal = Bundesdistrikt = Mexiko Stadt) zu verbringen. Reneé fuhr am Freitag Morgen mit dem Bus in die 200 km entfernte Hauptstadt, ich mit dem Auto nach der Arbeit (habe den Nachmittag frei gekriegt, zum Glück wissen sie nicht, dass ich kurz vor dem Künden stehe...). Es war das erste Mal, dass ich alleine mit dem Auto in Mexiko City unterwegs war (ausser einigen kurzen Distanzen). Ich war zwar nervös, aber es ging alles gut, ich habe mich nicht verfahren und kann mit Stolz behaupten, dass ich meine Fahrtaufe in Mexiko mit Bravour bestanden habe! Ich glaub das schreib ich von nun an sogar in meinem Lebenslauf, unter „besondere Leistungen“.....

Das Erste, was in Mexiko jeweils aufällt, ist das Verkehrschaos. Die Leute haben sich aber mittlerweile so gut daran gewöhnt, stundenlang in Stau zu stehen, dass das Hupkonzert ausbleibt und überraschenderweise eine gewisse Gleichgültigkeit herrscht. Da tägliche Staus völlig normal sind, haben sich die fliegenden Händler darauf eingestellt und so wird mitten auf der dreispurigen Stadtautobahn (Periférico) alles verkauft, was man halt so brauchen kann (Wasser, Süssigkeiten, Snacks, Prepaid-karten für Natel etc.). In allen Situationen ans Geschäftemachen zu denken, gehört sicherlich zu den bewunderswerten Eigenschaften der Mexikaner.



Am Samstag gings dann ins historische Zentrum, aus dem neuerdings die tausenden von Strassenverkäufern vertrieben wurden (sie sind einige Strassen weitergezogen). Dies hat das Zentrum eindeutig aufgewertet und sicherer gemacht. Man sieht viel mehr und man hat mehr Platz zum gehen, was vor allem mit einem Baby angenehm ist. Wir sind zur Strasse mit den Taufartikeln gegangen und haben uns mit Allem eingedeckt, was und noch zur Taufe und Hochzeit vom 29. März gefehlt hat. Im Zentrum sind interessanterweise alle Läden mit ähnlichen Artikeln in der gleichen Strasse zu finden, was äusserst zeitsparend ist. So existiert die Strasse, in der fast ausschliesslich Veloläden anzutreffen sind (war ein guter Tip von Chavi), die Möbelstrasse, die Musikstrasse, die Hochzeitsstrasse, die Kunststrasse etc. Die Nähe bedeute für diese Läden also nicht vorrangig zusätzliche Konkurrenz, sondern vor allem Nähe zur Kundschaft.

Auf dem Zócalo (Stadtplatz von Mexiko, einer einer der weltweit grössten) wollten wir dann noch die Fotoausstellung „ashes and snow“ von Gregory Colbert anschauen, die in Mexiko für einen gewaltigen Besucheransturm geführt hatte. Leider war dies auch an diesem Samstag nicht anders und so haben wir uns dazu entscheiden, anstelle 2 Stunden bei 30° Grad in der Sonne (und mit Ania im Baby Björn) zu warten, besser bei guter Aussicht ein Bierchen zu trinken. Das Video der Ausstellung kann man übrigens illegal an den umliegenden Ständen kaufen – auch das ist Mexiko!



Der Rest ist schnell erzählt: Freunde, Familie und Bekannte besuchen. Dabei gibt es die interessante Geschichte zu berichten, dass sich herausgestellt hat, dass Reneé’s alter Freund Adrián (Stifi und Bäntz kennen ihn von der Hochzeit), den wir kurz sahen, Cousin einer unseren neuen Freunde in Querétaro ist. So klein ist Mexiko (nur gut 100 Millionen Einwohner)!

Ahh, etwas sehr wichtiges hab ich noch gemacht. Ich hab mir natürlich das Sonntagsspiel meiner Pumas im Estadio CU (Olympiastadion von 1968) nicht entgehen lassen. Sie (nicht wir) haben zwar 0:3 auf den Sack gekriegt, war aber trotzdem gut, wieder mal ins Stadion zu gehen.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Aktueller Schweizer Witz

Habe von einem (anonymen) UBS-Mitarbeiter gerade folgenden Witz zugespielt erhalten:

In der Primarschule

Der Lehrer erkundigt sich nach dem Beruf des Vaters. Da gibt es Metzger, Bäcker, Maler, Schreiner, usw.

„Mein Vater ist Table-dancer in einer Schwulenbar“, erwidert der kleine Hans. Und alle lachen.

Am Ende der Stunde bittet der Lehrer Hans, noch kurz zu bleiben.„Sage mir doch, das mit dem table-dancer stimmt doch nicht, oder?“

„Sicher nicht, Herr Lehrer, aber ich konnte doch nicht sagen, dass mein Vater bei der UBS arbeitet.“

Montag, 18. Februar 2008

Witze auf "Mexikanisch"

Wie in aller Welt werden hier oft und gerne Witze erzählt. Das Prinzip ist das gleiche wie in der Schweiz: Je mehr Männer sich unterhalten und je mehr Alkohol im Spiel ist, desto tiefer sinkt das Niveau. Dass ein Witz oft sexistisch, rassistisch, ausgrenzend, geschmackslos etc. ist, versteht sich von selbst und liegt in der Natur des Witzes. Unterschiede gibts natürlich: Anstelle der Österreicher leiden hier die "Gallegos" (Galizier; haben sie wohl von den Spaniern kopiert), anstelle von Fritzli lachen sie über "Pepito", Witze über die Religion sind (fast) tabu. Gelacht werden darf also über (fast) alles und so laut wie gewünscht!

Ein kleines Beispiel, das auch als Test der "Mexikanisch"-Kenntnisse benützt werden darf und in dem ein typisch Mexikansicher Wortschatz zu finden ist, ist folgendes:



Übersetzung für alle, welche nicht spanisch sprechen oder denen "pendejo", "chinga tu madre" etc. nicht geläufig sind (wenn auch nur halb so lustig):

WENN EINE FRAU IM LOTTO GEWINNT

Eine Frau kommt nach Hause, voll im Stress, mit rauchenden Reifen, rennt ins Haus, schlägt die Türen zu und schreit nach ihrem Mann:
Beeil dich!
Pack deine Koffer!!
Ich habe im Lotto gewonnen!!!

Ihr Mann antwortet ganz aufgeregt:
Oh mein Gott!
Was soll ich einpacken??
Kleider für den Strand oder die Berge???

Sie antwortet:
Spielt keine Rolle, "pendejo"!
Pack einfach und hau ab! (wörtliche Übersetzung kann ich sonst gerne nachliefern, im fluchen sind sie hier Weltmeister, sogar besser als Indy).

Mittwoch, 13. Februar 2008

Endlich Regen

Es ist unglaublich, hier in Querétaro hatte es glaub seit November nicht mehr geregnet (so haben wir es jedenfalls in Erinnerung und der Rasen sieht dementsprechend aus). Das Klima im Winter ist normalerweise recht angenehm, vielleicht 5-10 Grad in der Nacht, 20-25°C durch den Tag, also gekennzeichnet durch grosse Tag-/Nachtschwankungen und wie erwähnt Trockenheit. Wenn allerdings eine der berüchtigten "frentes frios" (Kaltfronten) aus dem hohen Norden bis in unsere Gegend vordringt, kann es ganz schön unangenehm werden. Wir hatten schon Minimaltemperauren um den Gefrierpunkt, was ohne Heizung ganz schön kalt ist. Die einzige wirksame Lösung ist Körper an Köper schmiegen (vertikal oder horizontal, je nach Lust und Laune) und gut zugedeckt schlafen. Am Morgen heisst es dann halt auf die Zähne beissen, aus dem Bett hüpfen und so schnell wie möglich unter die warme Dusche...

Letzten Sonntag hat es zur Abwechslung wieder mal so richtig geregnet und später sogar gehagelt. Bei mir kamen vor lauter weiss richtige "Wintergefühle" auf, für einen Schnee-, resp. Eisball hats auf jeden Fall gereicht. Eine Bekannte hat uns erzählt, dass vor dem nahen OXXO (mexikanischer Tankstellenshop ohne Tankstelle) sogar jemand mit dem Hagelkörnern einen Schneemann hingekriegt hat!

Dienstag, 5. Februar 2008

Made in China

Es ist zwar schon eine Weile her, aber die Gesichte ist alleweil ein Blogeintrag wert. Während eines netten Skype-Gesprächs mit meinen Eltern, hatte ich plözlich so ein instabiles Gefühl unter meinem Hintern. Komisch dachte ich und habe mal den Bürostuhl umgedreht und genauer untersucht. Es war nichts zu finden und deshalb habe ich mich wieder gesetzt, noch ein paar mal den Bürostuhl bewegt und weiter gequatscht. Da das Gefühl nicht wegging und Reneé gerade ins Zimmer kam, habe ich sie nach Ihrem Urteil gefragt (hat der Stuhl oder ich eine Schraube locker?). Kurz gesetzt und schon gabs eine lauten Knall und Reneé lag neben dem Bürostuhl am Boden. Zum Glück ist ihr nichts passiert, der Standfuss des Bürostuhls ist schlicht und einfach auseinandergebrochen! Sache gits.....





Ps. Hat natürlich nichts mit Reneé’s Gewicht zu tun, mittlerweile wiegt sie weniger als vor der Schwangerschaft und ich habe sie gewichtsmässig überholt.

Ob Walmart Comerical Méxicana (habe erst beim Zurückbringen bemerkt, dass ich im falschen Laden war, sorry Walmart!) uns den Stuhl ersetzen will, wissen wir noch nicht. Eigentlich bewahren wir immer alle Quittungen auf, aber von diesem Bürostuhl leider nicht....

So viel zum Thema China, will nicht pauschalisieren, aber auch der günstigste Preis hat seinen Preis!

Für alle die auch kostenlos per Skype mit uns quatschen wollen, unter http://www.skype.com/ neuste Version herunterladen, Benutzer erstellen, nach User „zuercher-romero“ suchen und loslegen.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Happy Girls!

Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen ist, haben meine 2 Girls mächtig Spass zusammen. Mittlerweile haben sich Reneé und ich gut an die neue Situation zu dritt gewöhnt und auch Ania scheint sich immer wohler zu fühlen, die Beschwerden haben angenommen und sie lacht und "spricht" jetzt oft mit uns. Es ist eine Wonne, Papi zu sein!



Samstag, 12. Januar 2008

Weihnachten, neues Jahr und neue Autonummern

Zuerst mal “Feliz Año Nuevo” an alle, denen ich es noch nicht persönlich mitgeteilt habe!

Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug, vor allem seit ich am arbeiten bin und gleichzeitig die Zeit mit Reneé und Ania geniessen will. Weihnachten und Neujahr fasse ich kurz mit diesen 2 Bildern zusammen:


Es waren zwei richtige Feste, Weihnachten bei uns zu Hause, Neujahr bei Reneé’s Eltern. Beide Male habe ich wie gewohnt viel zu viel gegessen und es nachher bereut…..

Wieder zurück im Alltag des 2008 wurde ich darüber aufgeklärt, dass in Querétaro neue Autonummern eingeführt werden. So durfte ich unter Bezahlung von 400 Pesos meine vor 3 Wochen gekauften Autonummern für den Gran Caravan wieder abgeben und durch neue ersetzen. Dasselbe natürlich auch beim Platina, aber dort hats weniger geschmerzt. Diese Massnahme ist extreme unbeliebt unter den Queretanos, da die Leute keinen einleuchtenden Grund dafür sehen (den gibts nämlich schlicht nicht, ausser die leeren Staatkassen), wieso dies nach 2005 schon wieder nötig war und es im durch die Festtage gebeutelten Portemonnaie vielen Leuten richtig weh tut (zur Erinnerung: Mindetslohn = 50 Pesos / Tag).

Anfang Jahr wird dann auch noch gerade die “Tenencia” (so etwas wie die Motorfahrzeugsteuer) fällig, also haben wir die liebe Regierung mit gesamthaft 3400 Pesos (ca. 350 Franken) unterstützt. Aber wie Farin Urlaub von der besten Band der Welt ja schon lange wusste, schaut der Staat ja hervorragend zu uns und das nicht nur in Deutschland: Audiolink "Lieber Staat"). Und so sehen diese nicht besonders schönen Autonummern also aus: