Freitag, 23. November 2007

Familienauto

Seit ich mit der Arbeit begonnen habe, haben wir festgestellt, dass hier für eine Familie ein Zweitauto einfach ein Muss ist. Der ÖV funktioniert zwischen den Städten mittels Bussen super (obwohl ich immer noch den Zug bevorzuge, ist der Konfort in den 1. Klass Bussen sehr hoch). Das lokale Bussystem hier in Querétrao ist aber nicht gerade benutzerfreundlich. Der Bus hält zwar etwa 300 Meter von unserem Haus entfernt (jede Strassenecke ist eine Bushaltstelle, man winkt einfach den Bus), aber sobald man z.b. auf eine andere Linie umsteigen muss, einen Zeitplan einhalten muss oder mit dem Kinderwagen unterwegs ist, wird es kompliziert und mühsam.

So haben wir letzten Sonntag den "Auto-märit" besucht. Leider habe ich kein Foto gemacht, aber es ist eindrucksvoll, was für ein Angebot man dort vorfindet. Es hat hunderte von Autos, die zum Verkauf stehen, die Auswahl ist einfach riesig, was es für den Käufer einfach macht, die Autos zu vergleichen und einen guten Preis auszuhandeln. Das Angebot übersteigt nämlich die Nachfrage meines Erachtens bei weitem, ein richtiger Käufermarkt also. Bei den Autos handelt es sich sehr häufig um importierte SUV's, Pick-up's und Van's aus den USA, die älter sind als 1998 (in Mexiko dürfen nur Autos importiert werden, die mehr als 10 jährig sind). Dies scheint immer noch ein Geschäft zu sein, vor allem weil die Autos in besserem Zustand sind als die mexikanischen (bessere Strassen, regelmässiger Service, Originalteile bei Reparaturen). Diese importieren Autos werden "Chocolates" genannt, die Leute die sie kaufen, importieren und weiterverkaufen "Coyotes".

Wir haben uns für einen Chocolate-Familenvan entschieden, in dem auch eine grosse Familie drin Platz hat (7 Personen). Marke Dodge (wie Chrysler), Modell Gran Caravan SE (wie Voyager), Jahrgang 1998, weiss, Motor 3l V6 (halt amerikanisch, zum Glück ist das Benzin nicht so teuer), fast alles elektrisch verstellbar, 150'000! Meilen (sollen noch viel viel mehr machen, mal schauen...), Preis, ca. 4300 Franken, was anständig ist. Hoffentlich haben wir diesmal mehr Glück beim Autokauf als bei unserem lieben Nissan Platina.....




Montag, 19. November 2007

back to work

Ich musste feststellen, dass ein Blog halt doch eher Einweg-Kommunikation ist und da meine Idee mit der Einbindung der Leserschaft mittels Kommentaren nur schlecht funktioniert hat, nehm ich mir die Zeit, um ein Bisschen von unserem Leben zu schreiben. Vielleicht interessiert es ja auch schlicht niemanden, für mich ist das Blogschreiben aber wie ein Tagebuch und es macht mir eigentlich Spass.

Nach gut 5 Monaten Zügel-, Schwangerschafts- und Vaterschaftsferien hiess es für mich letzten Freitag 16.11.07 morgens aufstehen, frühstücken und zur Arbeit fahren. Ich habe eine Stelle als Berater im Private Banking bei der Bank Santander hier in Querétaro gefunden. Santander - in der Schweiz eher wenig bekannt, aber eine der grössten Banken Europas und weltweit in den Top 10 - hat eine sehr starke Position hier in Mexiko und in ganz Lateinamerika. Das Private Banking ist hier im Gegensatz zur Schweiz noch etwas sehr exklusives und dies macht meinen Job noch viel interessanter, aber auch herausfordernder. Die Ziele und Erwartungen an den "Suizo" sind hoch, die Mentalität kam mir eher amerikanisch vor, im Stil "hire und fire". Die Banken haben in Mexiko in der Arbeitswelt einen besonderen Stellenwert. Sie zahlen überdurchschnittlich gut (allerdings stärker erfolgsabhängig als in der Schweiz), haben super Lohnnebenleistungen (z.B. private Krankenversicherung, 15 Tage Ferien pro Jahr, nur 5 Arbeitstage pro Woche) und auch das soziale Ansehen als Privatebanker ist höher als in der Schweiz, wo man oft so ein "Bänkeler" ist. Das witzige ist, dass Santander die erste Bank war, bei der ich mich gemeldet habe (weil sie am besten gelegen ist, 5 Minuten von uns zu Hause entfernt) und ich mich schliesslich auch aus diesem Grund für sie entschieden habe, obwohl ich mehrere Angebote hatte.

Für Reneé und Ania bedeutet dies, dass der Papi Lukas nun einiges weniger zu Hause ist. Ich hoffe sie können die neuen "Freiheiten" auch ein bisschen geniessen! Es wird sicher für uns alle komisch. Reneé hat sich jetzt fast perfekt vom Kaiserschnitt erholt, Ania geht es gut, auch wenn sie sehr oft speit und erbricht, weshalb wir einige Tests von Ihrem Magen machen lassen müssen, um auszuschliessen, dass es sich um ein ernsthaftes Problem des Magenverschlusses handelt. Wir gehen oft mit ihr raus spazieren, zu Freunden oder auf auf kleine Exkursionen wie zu den "Gigantes de Tula" letzten Samstag. Ihr gefällt es super im Babybjörn oder im Kinderwagen und sie schläft fast die ganze Zeit, wenn wir auswärts sind.

Montag, 22. Oktober 2007

Kommentare erwünscht!

Obwohl sich der Schlafrythmus von Reneé und mir langsam am einspielen ist, bleibt das Schlafmanko bestehen und die Zeit mit Ania hat erste Priorität. Deshalb habe ich kaum Zeit, mich dem Blog zu widmen. Daher mein Vorschlag: Warum schreibt nicht Ihr Leser mal etwas? Unter jedem Eintrag kann man auf den Link "Kommentare" drücken und dort seine Meinung kundtun, Vorschläge abgeben, Fragen stellen, Nachrichten hinterlassen etc. Am besten einfach drauf los schreiben, ich meld mich dann sicher bald wieder mit einem Eintrag....

Ps. Foto von Ania am baden, was uns allen Spass macht:

Samstag, 13. Oktober 2007

Geburt Ania 10.10.2007, 10.25h

Letzten Mittwoch wars soweit, Ania Zürcher-Romero kam in der Clinica Cer in Querétaro gesund zur Welt!



Die stolzen Eltern: Lukas und Reneé

Sonntag, 7. Oktober 2007

Meine erste Parkbusse

Sachen gibts: Ich musste zuerst nach Mexiko kommen, bevor ich meine erste Busse fürs Falschparkieren einfahre! (Eigentlich ist es die zweite Parkbusse hier in Querétaro, aber Reneé hat mir verboten darüber zu schreiben, wie wir es das erste Mal geregelt haben... Jedenfalls wars günstiger). Geschehen ist es im Zentrum von Querétaro heute Sonntag. Dumm wars zugegebenermassen. Ich habe einfach nicht beachtet, dass der super Parkplatz, den ich gefunden hatte, eine Rollstuhlrampe verdeckte. Witzig dabei ist, dass ich auch schon mit Reneé's Grossmutter, die im Rollstuhl sitzt, in Zentrum war und damals feststellen musste, dass die Stadt überhaupt nicht rollstuhlgänig ist. Daran ändert auch eine zuparkierte Rollstuhlrampe nichts, denn es gibt sonst genügend Hindernisse. Aber ich will mich nicht herausreden, ein solches Manöver soll bestraft werden.

Um sicherzugehen, dass ich die Busse auch zahle, wurden mir kurzwegs die Nummernschilder abmontiert, was eine ganz simple und effiziente Lösung ist, denn ohne Nummernschilder riskiert man, ständig von der Polizei angehalten zu werden, was unangenehm ist.
Das Bussgeld beträgt 10 Tagessätze des Minimallohns in Querétaro, welcher 47.6 Pesos pro Tag entspricht, also rund CHF 5 pro Tag! Obwohl ich niemanden kenne, der nur den Mindestlohn erhält, hat mich dies erschreckt, denn mit so wenig ist es (fast) unmöglich zu leben. Zum Vergleich: Unsere (nicht ganz günstige, aber auch nicht teure) Miete kostet 5000 Pesos pro Monat, also müsste man mit dem Mindestlohn etwas 100 Tage dafür arbeiten! Das Ganze wird aber auch ein bisschen relativiert, wenn man sieht, wieviel eine Haushaltshilfe verdient (sicher am unteren Ende der Einkommensskala). Sie erhält ca. 15 Franken pro Tag (für vielleicht 5 Stunden Arbeit), was dem dreifachen Mindestlohn entspricht!

Zum Schluss noch etwas Positives: Immerhin wird hier das schnelle Bezahlen der Parkbusse belohnt, man kriegt so nämlich 50% Rabatt, was doch einiges ausmacht. Also gehts morgen ab auf die "Delegación", meine Busse bezahlen und meine Nummernschilder abholen. Diese 25 Franken reuen mich gewaltig!

Samstag, 6. Oktober 2007

Nebel in Querétaro

Ich konnte es vorgestern Morgen kaum glauben: Als wir aufgestanden sind, hatte es doch tatsächlich Nebel hier in Quere. Mit dem hatten wir nicht gerechnet. Zum Glück mussten wir nicht wie so oft in Solothurn den ganzen Tag in der Nebelsuppe sitzen, sondern bald kam die Sonne und am Nachmittag wars dann wieder standardmässig so um die 25 Grad warm, bei blauem Himmel. Wenn es euch also vor lauter Nebel den Nuggi rausjagt, www.globetrotter.ch, ein Billet ZRH-MEX kaufen und ab die Post an die Sonne.... (und einfach am Morgen nie früh aufstehen)

Morgennebel fotografiert von unserem Gästezimmer Richtung Stadt


Mittwoch, 3. Oktober 2007

Endlich 100% legal in Mexiko

Jetzt ist es endlich soweit, ich habe meine Aufenthaltbewilligung definitiv erhalten und kann nun erneut mit der Arbeitssuche beginnen. Wie es dazu kam, habe ich ja vor einer Weile hier schon beschrieben und heute konnte ich den Ausweis auf der Migración abholen. Ich habe das "Nümmerli" 78 gezogen, was gar nicht gut war, denn an der Reihe war die Nummer 58. So sind wir halt zuerst einkaufen gegangen und dann zurückgekommen - nach einer Stunde war die Nummer 63 an der Reihe. Um die Warterei abzukürzen habe ich mich kurzentschlossen (oder rücksichtlos??) einfach an einem Typen dort gewandt und prompt wurde ich bedient (sonst hätte ich mindestens 2 Stunden warten müssen). So geht das, hat doch Philip Maloney schon immer gesagt. Und so sieht das Teil nun aus (32 Seiten, eingehüllt in irgend so einen billigen Recycling-Karton):

Montag, 1. Oktober 2007

Von der Fauna zur Flora

Lang ist her seit dem letzten Eintag. Es gibt mehrere Gründe dafür (einer davon ist sicher meine Faulheit ;-( aber der Hauptgrund liegt darin, dass Pädu Scheuchzer das Ende seiner 8 monatigen Lateinamerikareise bei uns verbracht hat.

Das letzte Mal waren die Vögel dran, heute gibts eine Homage an Reneé, die einen wirklich grünen Daumen zu besitzen scheint, was unsere Pflanzen und vor allem die Orchidee anbelangt. Daher eine kleine Auswahl:

die erwähnte Orchidee

unser Limetten-Baum (mit Limette links unten)

in Mexiko gehört ein Kaktus einfach dazu

Unser "cerebro" (oder auf Deutsch "Hirni")

Diese steht einfach so rum und wächst vor sich hin

Aralia, die den schönsten Topf von allen bekommen hat

und eine Schweizer Sonnenblume.....


Ps. Jetzt geht es nur noch wenige Tage oder Wochen und wir sind eine richtige Familie!

Donnerstag, 13. September 2007

Unser erstes Haustier

Endlich haben wir es geschafft: Der Kolibri, den Reneé schon am Tag als wir eingezogen sind kurz gesehen hat, kommt uns nun täglich besuchen. Für uns war es schon in Cabo immer faszinierend, diese kleinen Flugkünstler zu beobachten. So haben wir eine Kolibritränke (oder wie auch immer das auf Deutsch heisst) gekauft und zuerst erfolglos Zuckerwasser nach Gutdünken eingefüllt. Da dies irgendwie nicht funktioniert hat, habe ich im Internet recherchiert, um die richtige Mischung herauszufinden. Mit diesem Rezept (1 Teil Zucker, 4 Teile Wasser) hat es dann sofort geklappt, keine Ahnung ob das Glück war oder ob die Kolibris wirklich so "schnäderfrässig" sind.

Dass Kolibris (mit Ausnahmen) die kleinsten existierenden Vögel sind, sie extrem schnell mit den Flügeln schlagen, sie in der Luft am Ort stehen bleiben und sogar rückwärts fliegen können (brauchen sie zum trinken), haben wir gewusst. Dass sie aber auch wie normale Vögel auf der Wäscheleine absitzen war neu für uns. Ich bin immer noch auf der Lauer um richtig gute Fotos zu schiessen, ist aber echt schwierig, denn sie bewegen sich so nervös und die Flügel sind auf den Fotos oft nicht einmal bei einer Verschlusszeit von 1/1000 Sekunde klar erkennbar.







Gute Kolibri Infos und Links unter: http://freenet-homepage.de/jfeldhusen/Kolibris.htm

Dienstag, 11. September 2007

Arbeit, Visum - ein Chrampf

Letzten Freitag gabs eine gute Nachricht für mich: Mir wurde mitgeteilt, dass mein Gesuch für eine Aufenthaltsgenehmigung FM2 (so etwas wie ein Ausländerausweis C in der Schweiz) gutgeheissen wurde. Gleichzeitig musste ich 3142 Pesos abdrücken, was etwas 330 Franken entspricht, also eine ganze Menge! Damit scheine ich aber jetzt endlich in Mexiko auch offiziell willkommen zu sein, solange ich die jährliche Gebühr zahle....

Die ganze Visum-Geschichte hat schon Ende Juli begonnen, als sie mir in Siemens einen Job offeriert haben. Wie es eigentlich üblich sein sollten, waren sie mir auch dabei behilflich, mein Visum etc. zu beschaffen und so habe ich Anfangs August (mit einem komischen Gefühl im Bauch) die Originale meines Pass, Uni-Dilpoms, Geburtsurkunde etc. nach Mexiko City geschickt. Obschon ich die Leute bei Siemens in Mexiko City und deren externe Anwältin (Leti González) mehrmals darauf aufmerksam gemacht habe, dass mein Touristenvisum Mitte August ablaufen würde und Sie mein Visumgesuch umbedingt vorher einreichen müssten, haben Sie es doch tatsächlich geschafft, diesen Termin zu verpennen und schwupps war ich ein illegaler Aufenthalter in Mexiko. Neben dem Lohn, der schlussendlich einiges tiefer lag als Anfangs versprochen, hat mich diese Inkompetenz zum Schluss kommen lassen, dass Siemens halt vielleicht doch nicht die richtige Firma ist. Jedenfalls musste der Chef von Siemens in Querétaro nun also selbst nach Mexiko Stadt reisen, zusammen mit der Anwältin zur "Migración" springen und mein Visum retten. Siemens konnte mein abgelaufenes Turi-visum schlussendlich und nach dem Bezahlen einer Busse verlängern und ich habe meine geliebten Original-Dokumente zurückerhalten
Um weiteren Stress zu vermeiden, habe ich Anfangs September mein Visum selbst erfolgreich beantragt, was hier in der "Provinz" Querétaro so einfach ist, dass es mir ein Rätsel bleibt, wie eine darauf spezialisierte und von Siemens ausgewählte Anwältin dies nicht geschafft hat. Jedenfalls kann ich in 2 Wochen, wenn die Aufenthaltbewilligung nicht nur bezahlt ist, sondern ich sie auch in meinen Händen habe, erneut mit der Jobsuche beginnen, denn alle Firmen verlangen von mit immer mein Visum und waren meist nicht dazu bereit, dieses für mich zu beantragen (gibt es wohl noch mehr Anwälte, die nicht dazu im Stande sind?). Zu arbeiten beginnen werde ich nun frühestens Anfang November, wir haben ja mit der Geburt von .... ein Ereignis vor uns, bei dem ich zu 100% dabei sein will, was doch in den Ferien am besten geht.

Meine Folgerung aus dieser Geschichte: Ich nehm die Sachen doch lieber selbst in die Hand, dann klappts auf Anhieb und erst recht noch schneller und ohne meinen Pass in der Weltgeschickte rumschicken zu müssen.

Dienstag, 4. September 2007

Kino-Tip: "Mr. Brooks"

Reneé und ich waren gestern im Kino (kostet je nach Tageszeit zwischen 5 und 10 Franken für beide) und haben den Film "Mr. Brooks" geschaut. Ich habe keine Ahnung, ob amerikanische Filme in der Schweiz früher oder später als in Mexiko gezeigt werden, aber ich kann den Film sehr empfehlen, auch wenn ihn verschiedene Kritiker "zerrissen" haben. Trailer in english:



Das Kino in Mexiko macht echt Spass: nur Multiplex (unser Standard-Kino hat 12 Kinos), es laufen den ganzen Tag Filme, es ist super modern, die Getränke sind bis zu 1.5 Liter gross, das Popcorn (oder die Popcorn, die Popcorns?) ist ausgezeichnet und riesig, es ist günstig - halt echt ami-like, die haben auch Gutes!

Übrigens ist gerade ein neuer Mexikanischer Film erscheinen: "El Búfalo de la Noche". Einfach als Hinweis für die Kulturinteressierten, ich habe ihn noch nicht gesehen, aber der Autor und einer der Hauptdarsteller (Diego Luna) sind echt bekannt.

Mittwoch, 22. August 2007

Besuchte Länder

Im Regen von Querétaro (dies ist die direkt Auswirkung des Hurrikans Dean aufs Mexikansiche Festland) bin ich auf eine interessante Internetseite gestossen. Hier kann man sich eine Weltkarte seiner besuchten Länder zusammenstellen lassen. Mein Resultat sieht so aus:



ziemlich europa- und nordamerika-lastig, aber was nicht ist, kann ja noch werden...

Montag, 20. August 2007

Hurrikan Dean

Das aktuellste Thema in Mexiko (und in vielen Nachrichtensendungen der Welt) ist zur Zeit ganz klar der Hurrikan "Dean", der nach dem Überqueren mehreren Karibikinseln nun weiter an Stärke zunimmt und wohl als Hurrikan der Kategorie 5 auf Mexiko (Halbinsel Yukatan, mit Cancun, Cozumel, Isla Mujeres etc.) treffen wird. Ein Hurrikan bringt dabei nicht nur menschliches Leiden mit sich, sondern ist auch wirtschaftlich eine Katastrophe. Wie schlimm so ein Sturm für Mexiko treffen kann wird klar, wenn man sich die Bedeutung des Tourismus in Mexiko anschaut: Jährlich kommen fast 20 Mio. Touristen nach Mexiko, davon 75% in die Region von Cancun (Quelle: Mexiko-Lexikon). Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen Mexikos und ca. 1.8. Mio Arbeitsplätze hängen davon ab.

In der Nacht vom 21. auf den 22. September 2003, also Reneé und ich noch in Cabo San Lucas (Baja California Sur) zu Hause waren, wurde Cabo vom Hurrikan "Marty" getroffen (bereits der 2. dieser Saison). Er war "nur" von Kategorie 2, hatte uns aber damals in Angst und Schrecken versetzt. Am Tag zuvor, als langsam klar wurde, dass der Hurrikan immer näher kam, wurden wir von den Behörden aufgefordert, die letzten Einkäufe zu machen, die Fenster mit Klebeband abzukleben (aus Angst vor herumfliegenden Glassplittern) und wir haben noch alle verfügbaren Behälter mit Wasser gefüllt und das Auto getankt (das war eine Warterei!). Die Touristen waren bereits vorher evakuiert worden. Wie wurden Zeugen, wie der Wind und Regen stetig zunahmen, die Stromversorgung in der Stadt langsam zusammenbrach und man ausser dem Wind nichts mehr hören konnte. Es war richtig angsteinflössend. am konnte nicht mehr sehen und wir hatten das Gefühl, dass uns die Fenster um die Ohren fliegen würden. Das Beeindruckenste war dann, als es plötzlich still wurde und der Wind aufhörte. Wir waren für etwas 10 Minuten im Auge des Hurrikans, es war irgendwie beängstigend ruhig, dann gings wieder los, diesmal mit dem Wind von der anderen Seite. Es starben gesamthaft 12 Personen und es entstanden Schäden von 50 Mio. USD. Die Schäden in Cabo selbst waren vor allem materiell und konnten relativ schnell behoben werden. Wir hatten für 2 Tage kein Strom und Wasser (ein Bisschen ausserhalb gings wesentlich länger), viele (Natur)strassen mussten repariert werden, die Touristen (ausser meine Eltern...) blieben mehrheitlich aus. Eine solche Erfahrung möchte ich nicht mehr mitmachen!

Wir hoffen das beste für Yukatan!

Sonntag, 19. August 2007

Querétaro 1. Teil

Bevor wir über Querétaro sprechen, ist es sicher wichtig zu wissen, wo diese mexikanische "Provinzstadt" liegt. Als erste muss ich dabei ein weit verbreitetes Missverständnis aus dem Weg räumen: Mexiko ist zwar Teil von Lateinamerika, liegt aber nicht in Süd- oder Mittelamerika, sondern gehört zu Nordamerika (zusammen mir USA, Kanada etc.). Dies ist auf der Weltkarte super ersichtlich und auch die stolze Grösse von Mexiko verglichen mit den Europäischen Ländern.



Wenn man die Landkarte von Mexiko betrachtet, fällt die etwa 3200 Kilometer lange Grenze mit den USA auf, die die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Mexiko und den USA sehr einfach erklärt. Die stupende Idee vom geliebten Präsidenten Bushs junior, einen ca. 1100 km langen Grenzzaun zu bauen, stösst in Mexiko verständlicherweise auf Entrüstung und wird das Problem der illegalen Einwanderung in die USA kaum lösen oder mindern.

Weg von der Politik nun wieder zu Querétaro. Querétaro liegt etwas 220 km nördlich von Mexiko-Stadt, also rund 2 Stunden mit dem Auto oder dem Bus (neben dem Flugzeug die einzigen beiden sinnvollen Transportmittel hier). Die Stadt hat je nach Quelle zwischen 800'000 und 1 Mio. Einwohner, was in Mexiko etwa einer mittelgrossen Stadt entspricht. Santiago de Querétaro (der offizielle Name) ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates (von denen es in Mexiko 32 gibt). Der Staat besteht vor allem aus der Hauptstadt Querétaro, viel Sierra (Berge) und einigen kleineren Städtchen.



Mehr zu der Stadt das nächste Mal, wir gehen jetzt ins Zentrum ein bisschen spazieren und "lädelen" (und das an einem normalen Sonntag, denn offizielle Ladenöffnungszeiten gibt es hier zum Glück nicht).

Freitag, 3. August 2007

in Kürze

endlich Mal was über Querétaro...

hier die Einstimmung:

Frauenarzt am 1. August

Am 1. August (ja, es gibt doch noch etwas anderes wichtiges an diesem Datum..) waren wir erneut zur Routineuntersuchung bei der Frauenärztin (mir ist aufgefallen, dass es hier in Mexiko im Gegensatz zur Schweiz viel mehr Frauen als Männer in dieser Berufsgattung gibt, etwas was die Schweizer Frauen wohl schätzen würden). Unserer Tochter (Reneé ist sich zwar immer noch nicht 100% sicher, ob das stimmt) geht es super, sie wiegt etwa 1,2 kg, ist 35 cm gross und sie hat nun auch schon einen Namen. Trotz allem "bittibätti" ums Herausrücken konnten wir den Namen bisher geheimhalten, was unser Wunsch ist. In Mexiko ist dies gar nicht üblich, weshalb wir immer wieder am erklären sind wieso. Der Geburtstermin liegt so zwischen dem 9. und dem 15. Oktober. Die Geburtsanzeige folgt sicher (an alle, die mir bis dahin ein Mail schrieben oder anrufen....). Es gibt alleine hier in Querétaro etwas 15 Kliniken und Spitäler, wo man die Geburt haben kann. Alle Kosten gehen (wenn man nicht sozialversichert ist, was man nur ist, wenn man Arbeit hat) zu Lasten der Eltern. Da kommen für eine problemlose Geburt je nach Spital und Arzt zwischen wenigen 1000 bis vielleicht 5000 Franken zusammen. Eine ganze Menge, vor allem wenn man bedenkt, dass die Mutter hier nur 1 bis maximal 2 Nächte im Spital bleibt. Aber anstelle weiter zu labern, einige "Fotos" unserer Kleinen, auf der die Wahnsinnsentwicklung sichtbar ist:


1.8.07, Füsse


2.4.07, ganzer Körper (Kopf oben, Körper zusammengerollt)


22.2.07, erstes Bild

Samstag, 28. Juli 2007

Race-Weekend

Hier in Querétaro gibts - wer hätte das gedacht - einen Rundkurs für Autorennen!



Glaube nur 1.5km lang, 5 Kurven, aber die Boys geben ganz schön Gas! Wir haben die mexikanische Nascar-Serie gesehen und vor allem auch gehört. Neben zahlreichen Unfällen gabs auch schöne Überholmanöver, Bier, Tacos, Edecanes.


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Donnerstag, 26. Juli 2007

lang ischs här do het mou eine....

Die Zeit vergeht wirklich im Flug. Seit Cuba ist schon fast ein Monat vergangen und der Blog ist immer noch wie vorher. Aber jetzt haben wir unseren eigenen Compi und Internetanschluss und ich starte den zweiten Versuch, den Blog aktuell zu halten. Kurz zusammengefasst, was in den letzten Wochen alles passiert ist, und das war einiges:

- CUBA: Traumhafte Strände, arm, faszinierend




- DIE FAMILIE: Alles ist am wachsen (wie man sieht). Es wird eine Tochter und sie ist bisher kerngesund. Wir sind jetzt im Schwangerschaftskurs.



- HAUS: Ist fertig eingerichtet, es hat ein Sofabett für die Gäste. Scheuchzer wird es wohl einweihen können, Chavi ist der nächste.

- JOB: Ohne zu suchen bin ich an einen Deutschen herangelaufen, der kaufmännischer Leiter bei Siemens ist. Er hat mir sofort einen Job angeboten, verschiedene Positionen kommen in Frage, Beginn wohl irgendwann im August. Das sollte eigentlich hinhauen.

- EINGELEBT: Es fehlt noch einiges. Jetzt kennen wir das wichtigste der Stadt, gute Freunde wie in der Schweiz fehlen halt noch, aber das kommt schon.

Mehr folgt später, sonst geht mir der Stoff aus.....

Sonntag, 10. Juni 2007

Auf der Haussuche

In Mexiko ein Haus zu mieten geht eigentlich ganz einfach: Zeitung kaufen, Inserate anschauen, teures (es gibt Lagen mit Durchschnittsmieten von CHF 4000 p.M. und billiges (Zone, Zustand) streichen und anrufen. Bei den Vermietern handelt es sich fast immer um Immobilienfirmen, die auch noch x andere Objekte haben, die jeweils noch vieeel besser sind. Nach ca. 10 Terminen haben wir endlich ein Haus gefunden, das bezahlbar war, in anstaendigem Zustand und uns von Anfang an gefallen hat. Dann kam der naechste Schritt: Wir mussten jemanden finden, der bereit war, fuer Schäden die wir verursachen oder fehlende Mieten zu bürgen. Dies kann aber nur jemand sein, der in Queretareo eine Liegenschaft besitzt und wer (ausser Reneés Eltern, die aber hier kein Haus haben) ist bereit dies zu tun? Schlussendlich haben wir eine Tante gefunden, die genug Vertrauen in uns hatte. Ob ich das für jemanden tun würde? Jetzt wohl gezwngendermassen - falls Sie einmal etwas braucht. Jedenfalls haben wir jetzt ein Haus gemietet, offiziell ab dem 15. Juni 2007 und hier einfach noch ein paar Impressionen.





Wir gehen jetzt 2 Wochen nach Cuba, mal schauen on Fidel zulässt, dass wir Internetzugang haben. Wahrscheinlich ist das als Tourist kein Problem, aber die Kubaner?

Mittwoch, 6. Juni 2007

Abreise und Ankunft

Am 3. Juni ging es endlich los. Chrigu (mein Bruder) hat uns zusammen mit den 6 Koffern und Kisten und den 2 Handgepacken beladen an den Flughafen begleitet. Wir hatten riskiert, anstelle der kommunizierten 24 kg pro Kiste einfach 32 kg zu packen, so wie es war, als wir den Flug gebucht hatten. Wir waren erstaunt, dass dies kein grosses Problem darstelle, allerdings die Tatsache dass einige der Kisten ewas schwerer als 32 kg waren schon. So hiess es beim Check-In erstmals : UMPACKEN... unsere IKEA-Tassen, der Comal und einige weitere Sachen musste dann halt ueber die Klinge springen, aber wir hatten trotzdem Glueck, dass wir so viele Sachen mit nur 2 Extra-Gepaeckstuecken mitnehmen konnten (Kosten: ca. 380 CHF). Waehrend des Flugs wurden wir mit einen super Ausscht belohnt, beim Start in der Schweiz

und beim Landen in Mexico City.

Und waehrend des Flugs konnten wir noch ein zweites Flugzeug von British auf der Route nach NY beobachten, ein rechtes Schauspiel, Abstand wohl einge wenige 100 Meter.

Gluecklicher kamen sowohl wir, als auch unser Gepack unbeschadet in Mexiko an und wir mussten uns ein weitere mal auf die Zeitverschiebung einstellen. Vor unseren Kuba-Ferien werden wir uns nach einem Haus zum mieten umschauen und uns einfach ein Bisschen einleben.

Dienstag, 22. Mai 2007

erster Eintrag

Meine letzten Tage in der Arbeit sind entgegen meiner Hoffnung recht stressig und auch die Abschiedstour ist erst zur Hälfte vorbei. In Kürze werde ich mich aber unserem Blog widmen und Euch von unseren Erlebnissen, Gedanken, Ergehen, Leben etc. erzählen. Das Abenteuer México hat für mich bereits begonnen. Schaut einfach mal wieder vorbei.